Aktuelles

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Sonderpreis der Jury für "Liegen ist Frieden"

Im Schuljahr 2024/2025 wollte die Klasse M8 unbedingt selbst einen Film machen. Im Musikunterricht wurden verschiedene Lieder erarbeitet und am Ende durften die Jugendlichen abstimmen, welches Lied sie als Musikvideo drehen wollten. Die Mehrheit entschied sich für das Lied „Liegen ist Frieden“ der Berliner Sängerin ELEN.

Nun mussten aber zunächst die Musikrechte erworben werden, sowohl beim Management von ELEN als auch beim Musikverlag. Wir bekamen sie!

Das Projekt konnte starten.

Zeile für Zeile wurde der Text genau angeschaut und es wurden Ideen gesammelt, wie man den Text darstellen könnte. Die Jugendlichen hatten tolle Ideen.

Wir dachten nach: Was soll die Botschaft des Films sein? Wie können wir die Zuschauer mitnehmen und begeistern?

Wichtig war uns, dass wirklich alle Schülerinnen und Schüler beteiligt werden.

Und diese Personen waren dabei: David mit Schulbegleiterin Pia und Schulbegleiterin Tanja, Julia, Leonie, Paulina, Maksim, Laron, Azmi mit Schulbegleiterin Laura, Lévante, Phil, Yumirka Fuentes (HEP) und Simone Schmidtner (StudRin FöSch).

Klar war auch, dass der Film ohne gesprochene Sprache auskommt und insofern vor allem durch seine Bilder überzeugen muss.

Schließlich mussten einige allzu abstruse Ideen ad acta gelegt werden und die Lehrkraft fertigte ein Storyboard an. Parallel wurden Drehorte geplant, Kostüme mitgebracht, Requisiten hergestellt und Rollen verteilt.

Ganz witzige Ideen waren zum Beispiel: eine überdimensionale Zahnbürste mit Bauschaum als Zahnpasta, das „Geschenk an die Welt“ in Form eines Schülers mit Geschenkbändchen um den Körper, eine selbst genähte Friedensflagge, auf der die Friedenstaube patchworkartig gestaltet ist, ein Unfall mit Matchboxautos auf dem Verkehrsteppich und so weiter.

Es wurde geprobt und geändert, weggestrichen und ergänzt.

Durch gute Kontakte konnten ein professioneller Kameramann und eine semiprofessionelle Cutterin gefunden werden.

An zwei Drehtagen im Sommer war es dann endlich so weit! Da es regnete, musste statt des geplanten Drehorts – dem Fußballfeld – kurzerhand die Turnhalle herhalten. Ein Schüler war krank (der Businessmann), ein anderer sprang für ihn ein.

Die Gesangs- und Tanzgruppe performte zusätzlich im Innenhof.

Wir hatten sehr viel Spaß bei den Dreharbeiten, aber es war auch mega anstrengend, eine Szene so oft zu spielen, bis der Kameramann Thorsten zufrieden war.

Als Thorsten das Rohmaterial vorbereitet hatte, schickte er die Festplatte nach Wien zur Cutterin Anne. Frau Schmidtner übermittelte Anne ihre Vorstellungen und telefonierte mehrfach mit ihr. Anne schnitt das Rohmaterial super und exakt passend zum Lied.

Bis das Werk Ende August fertig war.

Mit diesem vierminütigen Musikvideo, das vom Management und vom Musikverlag abgesegnet werden musste, bewarben wir uns dann beim Jugend-Film-Festival in Bad Kissingen, bei dem aus ganz Unterfranken Filme von vielen Kinder- und Jugendgruppen eingereicht wurden.

Es war aufregend, als wir mit einigen Jugendlichen sowie Eltern im Kino in Bad Kissingen saßen und unser Film zum ersten Mal auf der großen Kinoleinwand gezeigt wurde.

Und: Wir gewannen den Jugendfilmpreis für Unterfranken!!! (neben zwei anderen Filmen)

Was für eine Freude! Und damit hatten wir uns für das Bayerische Kinder- und Jugend-Film-Festival im Juli 2026 in Augsburg qualifiziert.

Wir zeigten unseren Film befreundeten Klassen in der Christophorus-Schule und auch im großen Kreis für die ganze Stufe.

Darüber hinaus wurde „Liegen ist Frieden“ im Rahmen der Internationalen Filmtage am Central Kino in Würzburg gezeigt.

Am letzten Wochenende in der Schulzeit war es endlich so weit. Yumi Fuentes und Simone Schmidtner, durften mit vier Jugendlichen (Leonie, Paulina, Laron, Phil) nach Augsburg zum BKJFF fahren.

Die drei Tage vom 24.–26.07.2026 waren so aufregend. Wir übernachteten in einer Jugendherberge, schauten gemeinsam mit vielen, vielen anderen Filmgruppen zig Filme an, durften mit Unterstützung einen kleinen Videoclip zum Thema „Recht auf Privatsphäre“ drehen und an Workshops von echten Profis teilnehmen.

Und ganz besonders waren die zwischenmenschlichen Begegnungen. Zum Beispiel lernten wir einen Filmschaffenden aus Peru kennen oder die nette Charlie. Und wir tanzten alle bis nach Mitternacht auf der Filmparty.

Am Sonntagnachmittag war die Preisverleihung im brechend vollen Annasaal, an der Politiker und Promis dabei waren und die Jury Filme in verschiedenen Kategorien prämierte.

Fast ein Wunder: Wir bekamen den Sonderpreis der Jury!

Dazu gab es eine tolle Laudatio des Jury-Vorsitzenden und tobenden Applaus.

Mit Tränen in den Augen waren wir völlig aus dem Häuschen über diese große Wertschätzung unserer Arbeit. Paulina hielt eine kleine Rede auf der Bühne. Leonie hielt den Siegerpokal (einen Roboter) in Händen, Phil die Siegerurkunde und Laron den Umschlag mit dem Preisgeld.

500 Euro Preisgeld hatten wir neben der Anerkennung gewonnen. Besonders freute uns Erwachsene, dass die besondere Leistung der Jugendlichen mit Lernschwierigkeiten gesehen wurde – ebenso wie das fast einjährige Gruppenprojekt.

Nach der Preisverleihung mussten wir zum Bahnhof in Augsburg rennen und im überfüllten Zug, in dem nicht eine einzige Toilette funktionierte, lange Zeit stehen.

Völlig erschöpft und überglücklich trafen wir am Sonntagabend um 19:30 Uhr wieder in Würzburg ein.

Eine Erkenntnis der Regie: Ein solches Projekt gelingt nur, wenn man die Begeisterung und die Lust der Schauspielerinnen und Schauspieler sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnt.

Wieder in der normalen letzten Schulwoche angekommen, entschied sich die Mehrheit der M8 dafür, mit dem Preisgeld einen Ausflug in den Freizeitpark nach Geiselwind zu machen, denn davon haben alle Akteure etwas.

Was für eine tolle Klasse!

Text: Simone Schmidtner

 

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Lebenshilfe warnt vor drohendem Sozialabbau

Bund, Länder und Kommunen haben im Juni 2026 Empfehlungen zur Änderung der Eingliederungshilfe vorgelegt. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales erarbeitet darauf aufbauend über den Sommer einen Gesetzentwurf. Parallel liegen Reformvorschläge für die Pflegeversicherung und die Kinder- und Jugendhilfe vor. Nach Einschätzung der Lebenshilfe drohen durch die geplanten Änderungen Leistungskürzungen, die den Alltag vieler Familien mit Unterstützungsbedarf erheblich erschweren würden.

Verhinderungspflege: Wegfall wichtiger Entlastung für Angehörige droht

Besonders kritisch bewertet die Lebenshilfe den geplanten Wegfall der Verhinderungspflege. Bislang können pflegende Angehörige diese Leistung nutzen, um sich stunden- oder tageweise entlasten zu lassen, etwa für Arzttermine, Einkäufe oder dringend notwendige Erholungsphasen. Nach den aktuellen Reformplänen soll diese Möglichkeit ab 2027 entfallen.

Gleichzeitig soll der bisherige Entlastungsbetrag in ein sogenanntes Sozialraumbudget überführt werden. Dieses könnte künftig nicht mehr über mehrere Monate angespart werden. Für viele Familien würden damit wichtige Möglichkeiten wegfallen, um längere Entlastungsangebote oder Urlaubsaufenthalte zu finanzieren.
Auch die geplante Kürzung der Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige um 30 Prozent sieht die Lebenshilfe mit großer Sorge. Viele Angehörige reduzieren ihre Erwerbstätigkeit über viele Jahre, um die Pflege zu übernehmen. Eine geringere Absicherung erhöht das Risiko von Altersarmut.

Konkrete Folgen: Wenn Entlastung und Teilhabe wegfallen

Welche Auswirkungen die geplanten Änderungen im Alltag haben könnten, zeigen folgende Beispiele aus der Praxis:

Inge nutzt den Familienunterstützenden Dienst (FUD): Eine Ehrenamtliche übernimmt einmal in der Woche ihre Betreuung und Pflege. Inges Familie macht in dieser Zeit Einkäufe und bekommt eine kurze Auszeit.

Wenn die Verhinderungspflege ab 2027 wegfällt, kann Inge den FUD nicht mehr darüber bezahlen.

Die pflegenden Angehörigen von Bernd brauchen Zeit, um sich zu erholen und Kraft für den Alltag zu schöpfen. Deshalb übernimmt eine andere Person die Pflege für Bernd in einer Woche im August. Dafür spart Bernd den Entlastungsbetrag über mehrere Monate an. Oder er nutzt die Verhinderungspflege.

Wenn die Verhinderungspflege ab 2027 wegfällt, kann Bernd diese nicht mehr nutzen. Und Bernd kann den Entlastungsbetrag nicht mehr ansparen.

Lebenshilfe ruft zu politischem Engagement auf

Die Reform ist noch nicht beschlossen. Deshalb ruft die Lebenshilfe Würzburg Betroffene, Angehörige und Unterstützer*innen dazu auf, aktiv zu werden:

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Literatur verbindet – 200.500 Euro für mehr kulturelle Teilhabe von Menschen mit Behinderung in Würzburg

Der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Stadt und Landkreis Würzburg e.V. kann sich über eine zweckgebundene Förderung der DEUTSCHEN FERNSEHLOTTERIE in Höhe von 200.500 Euro freuen. Die Zuwendung Deutschlands traditionsreichster Soziallotterie ermöglicht die Umsetzung des Projekts „Literatur für alle: lesen, schreiben, mitmachen in Würzburg“.

Mit den Fördermitteln werden anteilig die Personalkosten für das Projektmanagement, Honorarkosten sowie projektbezogene Sachkosten finanziert. Die Gesamtkosten des sozialen Vorhabens belaufen sich auf über 251.000 Euro. Der Projektstart ist für Oktober 2026 vorgesehen, die Finanzierung ist bis Ende September 2029 sichergestellt.

„Dass die DEUTSCHE FERNSEHLOTTERIE die Umsetzung unserer Idee ermöglicht, ist für uns ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion. Dafür danken wir allen Mitspielerinnen und Mitspielern für jeden einzelnen Spieleinsatz bei der bekannten Soziallotterie. Literatur eröffnet Welten – doch viele Menschen mit Behinderung in und um Würzburg erleben bis heute, dass ihnen der Zugang zu kulturellen Angeboten erschwert wird. Wir werden bestehende Literaturangebote in Würzburg inklusiver gestalten und zeigen, dass kulturelle Teilhabe nur dann gelingt, wenn ganz selbstverständlich an alle Menschen gedacht wird“, erklärt Martina Sponholz, Geschäftsführerin des Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Stadt und Landkreis Würzburg e.V.

Menschen mit Behinderung sind im kulturellen Leben noch immer unterrepräsentiert. Literaturveranstaltungen setzen häufig ausgeprägte Lese- und Schreibkompetenzen voraus. Viele Angebote in Leichter oder Einfacher Sprache sind den Betroffenen kaum bekannt. Hinzu kommen Unsicherheiten und Ängste vor Ausgrenzung oder Stigmatisierung. Dadurch bleiben wertvolle Möglichkeiten der kulturellen Teilhabe und des gesellschaftlichen Austauschs oft ungenutzt. Genau hier setzt das neue Angebot der Lebenshilfe in Würzburg an.

Mit einem inklusiven Leseclub sollen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Literatur erleben und an öffentlichen Orten wie Cafés oder Büchereien miteinander ins Gespräch kommen. In einem Schreibclub werden Personen mit Kommunikationseinschränkungen in einem geschützten und kreativen Umfeld eigene Texte kreieren können und so ihre eigenen Ausdrucksmöglichkeiten möglich machen. Ergänzend wird ein Eventclub, der die Teilnehmenden gezielt auf Lesungen, Literaturfestivals und kulturelle Veranstaltungen in Würzburg vorbereitet, ins Leben gerufen. Gemeinsam werden literarische Inhalte verständlich aufbereitet, Veranstaltungsorte kennengelernt und Erfahrungen anschließend reflektiert. So können bestehende Barrieren Schritt für Schritt abgebaut und Menschen mit Behinderung als selbstverständlicher Teil des kulturellen Lebens der Universitätsstadt sichtbar gemacht werden.

„Kulturelle Teilhabe ist ein wichtiger Bestandteil gesellschaftlicher Teilhabe. Das Würzburger Projekt eröffnet Menschen mit Behinderung neue Möglichkeiten, ihre eigenen Geschichten zu erzählen, Literatur gemeinsam zu erleben und ihre Perspektiven sichtbar zu machen. Damit stärkt es Selbstbewusstsein, Begegnung und Inklusion gleichermaßen. Genau solche Projekte zeigen, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt wachsen kann. Deshalb unterstützen wir dieses Engagement in Franken sehr gerne“, so Stephan Masch, Repräsentant der DEUTSCHEN FERNSEHLOTTERIE.

 

 

Im Jubiläumsjahr 2026 feiert die DEUTSCHE FERNSEHLOTTERIE ihr 70-jähriges Bestehen und steht somit seit 1956 für das Motto „Gewinnen & Helfen“. 755.000 Personen konnten sich im Jahr 2025 über einen Gesamtgewinn von mehr als 45 Millionen Euro freuen. 90 von ihnen gewannen mehr als 100.000 Euro, und 11-mal gab es einen Millionengewinner. Mit jedem Spieleinsatz fördern die Mitspielerinnen und Mitspieler gleichzeitig soziale Projekte für Kinder, Jugendliche und Familien, Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Behinderung oder schwerer Erkrankung, wohnungslose Menschen, Geflüchtete sowie Initiativen im Quartier. Mindestens 30 Prozent der Spielerlöse der gemeinnützigen DEUTSCHEN FERNSEHLOTTERIE GmbH fließen jedes Jahr über die gemeinnützige Stiftung Deutsches Hilfswerk in den guten Zweck. In sieben Jahrzehnten hat sich die DEUTSCHE FERNSEHLOTTERIE von einer einzigartigen Idee zur traditionsreichsten Soziallotterie Deutschlands entwickelt. In diesem Zeitraum konnten über 11.500 soziale Vorhaben mit mehr als 2,2 Milliarden Euro gefördert werden. Allein im Jahr 2025 wurden über 70 Millionen Euro an mehr als 400 karitative Projekte in Deutschland ausgeschüttet. Auf den Freistaat Bayern entfielen dabei 52 Projekte mit einer Gesamtfördersumme von 10,2 Millionen Euro. In den vergangenen zehn Jahren konnten so insgesamt 455 soziale Vorhaben mit 66,9 Millionen Euro in Bayern unterstützt werden.

Foto: Max Thümmel

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Lebenshilfe Würzburg feiert 60-jähriges Jubiläum

Am 9. Juli 2026 feierte die Lebenshilfe Würzburg ihr 60-jähriges Bestehen im Würzburger Hofbräukeller. Die Veranstaltung war ein Dankeschön an die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden, deren täglicher Einsatz die zahlreichen Angebote der Lebenshilfe Würzburg erst möglich macht. Neben dem Rückblick auf sechs Jahrzehnte erfolgreicher Arbeit thematisierten der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Trosbach und die Geschäftsführerin Martina Sponholz in ihren Reden auch die Herausforderungen, vor denen die Lebenshilfe Würzburg in den kommenden Jahren stehen wird.

1966 wurde die Lebenshilfe Würzburg mit einer klaren Vision gegründet: Kindern und jungen Menschen mit geistiger Behinderung Bildung, Förderung und eine Perspektive zu ermöglichen. Damals standen Menschen mit Behinderung häufig am Rand der Gesellschaft.

„Heute ist Inklusion, Selbstbestimmung und Teilhabe eine Selbstverständlichkeit für uns“, so Geschäftsführerin Martina Sponholz. „Dieser Wandel ist nicht von allein entstanden. Er wurde von vielen engagierten Menschen gestaltet und unsere Einrichtung hat dazu über sechs Jahrzehnte einen wichtigen Beitrag geleistet.“

Inzwischen berät und begleitet die Lebenshilfe Würzburg Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen in verschiedenen Lebensphasen und Lebensbereichen: von der 2023 gegründeten inklusiven Kindertagesstätte Haus am Bach über die Christophorus-Schule mit Schulvorbereitender Einrichtung und Heilpädagogischer Tagesstätte bis hin zu den Ambulanten Diensten und dem Büro für Leichte Sprache.

Auch zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Verwaltung und dem sozialen Bereich folgten der Einladung zum Jubiläumsfest, darunter Landrat Thomas Eberth, der stv. Regierungspräsident Thomas Schiebel, die Geschäftsleiterin der Sozialverwaltung des Bezirks Unterfranken Viola von Brunn, MdL Kerstin Celina, MdL Volkmar Halbleib, MdL Björn Jungbauer, die Sozialreferentin Eva von Vietinghoff-Scheel, die Stadträtin und CSU-Fraktionsvorsitzende Rena Schimmer, die Inklusionsbeauftragte der Stadt Würzburg Dr. Sandra Michel, die Behindertenbeauftragen Rosa Behon und Julian Wendel sowie Dieter Körber und Simon Haupt vom Unternehmensverbund Mainfränkische.

Martina Sponholz bedankte sich vor allem bei den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern von Kostenträgern und Behörden, die die Arbeit der Lebenshilfe seit vielen Jahren als wichtige Finanzierungs- und Projektpartner begleiten, sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und kommunaler Verwaltung, die sich dafür einsetzen, dass die Belange von Menschen mit Behinderung Gehör finden und soziale Einrichtungen die notwendigen Rahmenbedingungen erhalten.

Ein zentrales Projekt der vergangenen Jahre war der geplante Neubau der Christophorus-Schule. Trotz zahlreicher Rückschläge gelang nach intensiven Verhandlungen nicht nur ein Durchbruch in Bezug auf die Finanzierung der Projektsteuerung, sondern es wurde auch eine bayernweite Regelung geschaffen, von der künftig auch andere Förderschulen profitieren werden.

Trotz aller Erfolge sieht sich die Lebenshilfe Würzburg mit erheblichen zukünftigen Herausforderungen konfrontiert. Wolfgang Trosbach machte deutlich, dass soziale Einrichtungen vor großen finanziellen und strukturellen Herausforderungen stehen. Damit Menschen mit Behinderung auch künftig verlässliche Unterstützung erhalten, brauche es auskömmliche Rahmenbedingungen und eine langfristig tragfähige Finanzierung.

Besonders deutlich werde dies bei dringend notwendigen Bauprojekten. Für Sanierungen und Neubauten müssen freie Träger erhebliche Eigenmittel aufbringen. Beim geplanten Neubau der Christophorus-Schule läge der Eigenanteil der Lebenshilfe Würzburg im zweistelligen Millionenbereich: eine Summe, die der Verein aus eigener Kraft nicht finanzieren könne.

Mit Sorge blickt die Lebenshilfe außerdem auf den aktuellen Referentenentwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz. Nach den bisherigen Plänen könnten Leistungen der Verhinderungspflege deutlich eingeschränkt werden. Gerade Familien, die auf diese Unterstützung angewiesen sind, etwa wenn pflegende Angehörige vorübergehend entlastet werden müssen, wären davon unmittelbar betroffen. Auch die vorgesehenen Kürzungen bei den Rentenansprüchen pflegender Angehöriger bewertet die Lebenshilfe kritisch. Sie fordert deshalb, Reformen gemeinsam mit den betroffenen Menschen und ihren Familien zu entwickeln.

Neben den finanziellen und politischen Rahmenbedingungen bleibt auch die Personalgewinnung eine zentrale Zukunftsaufgabe. In den kommenden Jahren werden zahlreiche erfahrene Mitarbeitende altersbedingt aus dem Berufsleben ausscheiden. Um die Qualität der Angebote dauerhaft sichern zu können, braucht es deshalb wirksame Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel.

Sechs Jahrzehnte nach ihrer Gründung bleibt die Lebenshilfe Würzburg ihrem Auftrag treu: Menschen mit Behinderung und ihre Familien zu begleiten, Teilhabe zu ermöglichen und sich auch künftig mit Nachdruck für ihre Interessen einzusetzen.

 

Hier finden Sie einen Beitrag von TV Mainfranken zum Jubiläumsfest.

Fotos: Diana Bernatska

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Tischtennis-Silber für Szebasztian Miroskin

Unser Tischtennis-Talent Szebasztian Miroskin hat wieder abgeräumt! Er gewann bei den Special Olympics 2026 die Silbermedaille. Somit gehört er zu den Besten von 345 Tischtennisspieler*innen, die aus ganz Deutschland angereist sind.

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45 Jahre Lebenshilfe Würzburg und SD Worx

Seit unglaublichen 45 Jahren ist die Lebenshilfe Würzburg Kunde bei SD Worx, einem international tätigen Dienstleistungsunternehmen im Bereich Human Ressources. Um dieses Jubiläum gemeinsam zu feiern, waren Elizabeta Ugljesa und Thomas Walther zu Besuch in der Mainaustraße 38 und hatten jede Menge Geschenke dabei:
Eine sehr leckere Erdbeertorte, Goodiebags, Karten für die SD Works Personaltagung in Frankfurt und - passend zur Fußball-WM - mehrere Tischkickersets für die Kinder und Jugendlichen der Christophorus-Schule.
 
Der Besuch, bei dem die Geschäftsführung, die Personalabteilung sowie die Öffentlichkeitarbeit der Lebenshilfe dabei waren, war darüber hinaus eine hervorragende Gelegenheit, sich persönlich über Arbeitsabläufe auszutauschen und die Weichen für die weitere Zusammenarbeit zu stellen.