Beirat für Menschen mit Lernschwierigkeiten

Am 16. Juli 2010 und am 1. Oktober 2010 trafen sich Menschen mit Lernschwierigkeiten. 

Den Namen "Beirat für Menschen mit Lernschwierigkeiten" haben die Beiräte selbst gewählt.

Am 16. Juli 2010 sprachen die Beiräte und Vorstände der Lebenshilfe über die Beiratsordnung. Jeder konnte sagen, was darin geschrieben werden soll. Am Ende des Treffens war die Beiratsordnung fertig. Diese Beiratsordnung wurde in Leichte Sprache übersetzt.

Die Hauptaufgabe des Beirats ist: Der Beirat ist für Menschen mit Lernschwierigkeiten da.

Am 1. Oktober 2010 trafen sich die Beiräte alleine. Sie wählten die Vorsitzende des Beirats. Und sie wählten die Stellvertreterin der Vorsitzenden. Die Beiräte wählten auch 2 Vertrauensleute. Die Vertrauensleute unterstützen die Beiräte, wenn die Beiräte Hilfe möchten.

Wir Beiräte stellen uns vor

Erika Senf

Arbeitet im Wildpark Sommerpausen. Vertritt die Heimbeiräte der Lebenshilfe Wohnstätten und das Ambulant betreute Wohnen. Ist im Heimbeirat der Lebenshilfe Wohnstätten. Kontakt: Wildpark Sommerhausen

 

Sonja Scheuplein

Arbeitet in den Mainfränkischen Werkstätten Würzburg, Halle 3, Metallbereich. Vertritt die Mitarbeiter der Mainfränkischen Werkstätten. Arbeitet in mehreren Gruppen zur Mitbestimmung und Selbstbestimmung. Kontakt: Mainfränkische Werkstätten

 

Philipp Götz

Arbeitet in den Mainfränkischen Werkstätten Würzburg, Halle 3, Metallbereich. Vertritt die Mitarbeiter der Mainfränkischen Werkstätten und die Kunden der Assistenz beim Wohnen. Ist 1. Vorsitzender des Werkstattrates der Mainfränkischen Werkstätten Würzburg. Kontakt: Mainfränkische Werkstätten

 

Rainer Gräbner

Rentner, Vertritt die Senioren und die Heimbeiräte der Lebenshilfe Wohnstätten. Ist seit 18 Jahren im Heimbeirat der Lebenshilfe Wohnstätten. Kontakt: Lebenshilfe Wohnstätten, Ruppertsgasse 15.

 

Gottfried Reumann

Arbeitet im Wildpark Sommerhausen. Vertritt die Mitarbeiter des Wildparks und den Heimbeirat der Lebenshilfe Wohnstätten. Ist im Heimbeirat der Lebenshilfe Wohnstätten. Kontakt: Wildpark Sommerhausen

 

Roland Meyer

Arbeitet in den Mainfränkischen Werkstätten, Im Kreuz 1. Vertritt die Menschen in den Wohnheimen Friedrichstraße, Grombühl und der Frankfurter Straße. Ist 1. Vorsitzender vom Heimbeirat. Kontakt: Werkstatt im Kreuz

Warum nennen wir uns "Beirat für Menschen mit Lernschwierigkeiten"?

In der Mitglieder-Zeitschrift der Lebenshilfe "Total Normal" haben wir uns vorgestellt. Diese Ausgabe der Zeitschrift wurde im Dezember 2010 verteilt. Wir haben in der Zeitschrift geschrieben: "Den Namen "Beirat für Menschen mit Lernschwierigkeiten" haben die Beiräte selbst gewählt." Manche Menschen in der Lebenshilfe fühlen sich dadurch ausgeschlossen. Vor allem Menschen mit schweren Behinderungen. Das wollen wir nicht. Wir vertreten alle Menschen mit Behinderungen in der Lebenshilfe. Egal welche Behinderung. Warum haben wir uns den Namen "Menschen mit Lernschwierigkeiten" gegeben? Unser Vorbild bei der Auswahl des Namens sind die Leute von "Mensch Zuerst". "Mensch Zuerst" sagt dazu: Früher hat man uns viele Namen gegeben: Irre, Idioten, Geisteskranke oder Schwachsinnige. Diese Wörter sind sehr schlimm. Sie machen uns schlecht. Später hat man uns den Namen "geistig Behinderte" gegeben. Man hat gemeint, der Name ist besser als die anderen Wörter. Wir von Mensch zuerst - Netzwerk People First Deutschland e. V. finden, dass die Wörter "geistig behindert" uns auch schlecht machen. Sie passen nicht dazu, wie wir uns selbst sehen. Bei den Worten "geistig behindert" denken viele Menschen, dass wir dumm sind und nichts lernen können. Das stimmt nicht. Wir lernen anders. Wir lernen manchmal langsamer oder brauchen besondere Unterstützung. Deshalb wollen wir Menschen mit Lernschwierigkeiten genannt werden. Wir fordern, dass die Wörter "geistig behindert" nicht mehr benutzt werden! Wir vom Beirat der Lebenshilfe Würzburg bezeichnen uns auch lieber so. Wir bezeichnen uns nicht gerne als behinderte Menschen. Wir nehmen alle Menschen so wie sie sind.